Als eine besondere Ehrung für Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen verleiht der Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. seit 1994 die Antonie Zerwer-Ehrenmedaille.
Antonie Zerwer wurde am 17. April 1873 in Riesenwalde/ Pommern geboren und starb am 15. Februar 1956 in Berlin.
Die in einem Haus der Diakonie ausgebildete Säuglingsschwester wirkte von 1909 bis 1938 als Oberschwester und Oberin im Kaiserin Victoria Haus in Charlottenburg. Sie gehörte zu den Wegbereiterinnen einer modernen Kinder- und Säuglingspflege. 1912 veröffentlichte sie ihre Säuglingspflegefibel, deren Erfolg so groß war, dass sie in acht Sprachen übersetzt und ca. zwei Millionen mal verkauft wurde.
1927 gründete sie mit der Oberin Albrecht den “Reichsverband für Säuglings- und Kleinkinderschwestern”, der 1934 durch das NS-Regime aufgelöst wurde.
Sie begründete die Notwendigkeit von Mutter-Kind-Abteilen in den Zügen der Deutschen Reichsbahn und setzte deren Einführung durch. Als erste ihrer Berufsgruppe analysierte und systematisierte sie die Säuglings- und Kinderpflege nicht nur in der Klinik sondern auch im häuslichen Bereich.
Ihr Grab wird seit 1990 auf dem Luisenfriedhof II vom Berliner Senat als Ehrengrab gepflegt
Weitere Infos: www.luise-berlin.de