BeKD e.V.
Kindsein braucht unsere Pflege



Deutscher Pflegetag 2019


Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflege


Kampagne f�r die Zukunft der Pflege

Registrierung beruflich Pflegender

Ausbildungspolitik

Erhaltung der eigenständigen Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in  

Der erfolgreiche Einsatz für den Erhalt der eigenständigen Berufsbezeichnung und für die generalistische Ausbildung mit Schwerpunktbildung bereits in der Grundausbildung sind zentrale Elemente der BeKD-Strategie, Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsfürsorge als die bedeutendsten Handlungsfelder zu etablieren – im klinischen, wie im außerklinischen Bereich.

Unter dieser Prämisse begrüßte der BeKD im Jahre 2003 die Verabschiedung des 4. Krankenpflegegesetzes und der nachfolgend erlassenen Ausbildungs- und Prüfverordnung. Zum Einen wurde damit dem Ziel Rechnung getragen, im Rahmen einer integrativen Ausbildung zwei gleichwertige Berufsabschlüsse zu gewährleisten; gleichzeitig wurde dieses Ziel durch die neue Berufsbezeichnung „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in“ dokumentiert.

Allerdings sieht der BeKD in der Bilanz nach mehreren Jahren Ausbildung nach dem novellierten Krankenpflegegesetz, das intendierte Ziel im Rahmen einer integrativen Ausbildung zwei gleichwertige Berufsabschlüsse und somit die erforderlichen beruflichen Kompetenzen in zwei Pflegeberufen differenziert zu erzielen, in hohem Maße gefährdet.

Die erhofften Synergien der integrativen Ausbildung sind nicht eingetreten (siehe dazu: Stellungnahme des BeKD vom Mai 2007 Beitrag).

Unter dem Stichwort „Weiterentwicklung der Pflegeberufe“ sind erst im Sommer 2009 beispielsweise die Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung in der Krankenpflege und damit auch in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege für Hauptschulabsolventen geöffnet worden. Gemeinsam mit anderen Pflegefachverbänden unter dem Dach des Deutschen Pflegerates lehnt der BeKD diese Änderung grundsätzlich ab. 

Aus Sicht des BeKD ist zukünftig darauf zu achten, dass bei einer Novellierung des Krankenpflegegesetzes eine gemeinsame Ausbildung mit Schwerpunkten in den verschiedenen Handlungsfeldern festgeschrieben und umgesetzt wird.

Die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen obliegt die eigenständige Pflege und Versorgung kranker und pflegebedürftiger Säuglinge, Kinder und Jugendlicher in stationären und ambulanten Einrichtungen. Säuglinge, Kinder und Jugendliche beim Gesundwerden begleiten, das ist eine ihrer wesentlichen Aufgaben.

Ein weiterer und zunehmend wichtigerer Einsatzbereich ist die Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsfürsorge, sowie die Gesundheitserziehung. Sie fördern das Bewusstsein der Patienten bzw. deren Eltern und Betreuungspersonen für eine gesunde Lebensweise. Sie beraten in Fragen gesunder Lebensführung und erklären, wie ärztliche Verordnungen umgesetzt werden und Krankheitsrückfälle vermieden werden können.

Im bestehenden Gesundheitssystem agieren Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen zunehmend als verbindende und organisierende Mitarbeiter/innen im multiprofessionellen Team, an den Schnittstellen zwischen professioneller- und Laienpflege, als Partner der ganzen Familie.

Sie arbeiten mit Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten oder Logopäden zusammen, sind Vermittler zwischen medizinischen Fachkräften einerseits sowie den Kindern und Jugendlichen bzw. deren Eltern und Betreuungspersonen andererseits.

Der Einsatzbereich der Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen ist in den vergangenen Jahren stetig ausgeweitet worden und wird, aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Gesundheitsvor- und Gesundheitsfürsorge, immer umfangreicher.

Sie arbeiten in Krankenhäusern auf Stationen für Kinder, Jugendliche und Säuglingen oder in Kinderkliniken. Facharztpraxen für Kinder und Jugendliche, Gesundheitszentren, Schulen, Kindertagesstätten, Wohnheime für Kinder und Jugendliche mit Behinderung sowie in Einrichtungen der Kurzzeitpflege oder in Kinderhospizen sind weitere Einsatzbereich. Hinzu kommen ambulante Pflegeeinrichtungen sowie Kinderheimen.

Die aktuelle Rechtsgrundlage der Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in ist geregelt im

Gesetz über die Berufe in der Krankenpflege (Krankenpflegegesetz - KrPflG)
Fundstelle: 2003 (BGBl. I S. 1442), 2004 (BGBl. I S. 1776, 2657), 2006 (BGBl. I S. 2407), 2007 (BGBl. I S. 2686, 2945), 2008 (BGBl. I S. 874), 2009 (BGBl. I S. 1990)  unter  

http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/krpflg_2004/gesamt.pdf

Ausführliche und aktuelle Details zur Ausbildung, zu den Voraussetzungen, zu den Ausbildungsvergütungen und den beruflichen Perspektiven finden Sie auf der Website der Arbeitsagentur:

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=27357

Informationen zu Studiengängen für Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen sowie zu Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie unter

Fort- und Weiterbildungen