BeKD e.V.
Kindsein braucht unsere Pflege



Deutscher Pflegetag 2019


Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflege


Kampagne f�r die Zukunft der Pflege

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Geschichte des Berufes und des Berufsverbands

1829 Erste Kinderabteilung in Deutschland wird an der Charité Berlin eröffnet.

1894 Die Kinderheilkunde wird ein eigenständiges medizinisches Lehrfach an der Humboldt-Universität Berlin. Der erste Lehrstuhlinhaber ist Otto Heubner.

1898 Schlossman eröffnet in Dresden ein Säuglingsheim und bildet Säuglingspflegerinnen aus.

1917 Ein Ministerialerlass in Preußen sieht die staatliche Prüfung von Säuglingspflegerinnen vor.

1918 In Jena absolvieren die ersten vier Säuglings- und Kleinkinderpflegerinnen ihre Ausbildung und legen eine Prüfung ab. Die Ausbildung dauert 1 Jahr.

1923 Die staatliche Anerkennung der Ausbildung wird in den meisten Ländern des Deutschen Reiches durchgesetzt. Sie dauert 2 Jahre. Das erste Jahr qualifiziert zur Säuglings- und Kleinkinderpflegerin, das zweite Jahr zur Säuglings- und Kleinkinderkrankenpflegerin.

1927 Gründung des Reichsverbandes der Säuglings- und Kleinkinderschwestern durch Antonie Zerwer.

1930 Beschluss über die reichseinheitliche Ausbildung und staatliche Prüfung von Pflegerinnen und Schwestern für die Säuglings- und Kleinkinderpflege. Dadurch Trennung der Ausbildungen zur Pflege des gesunden und des kranken Kindes.

1957 Das 1. Krankenpflegegesetz der BRD tritt in Kraft. Demnach dauert die Ausbildung 3 Jahre und beinhaltet 400 Stunden Theorie. Die Bezeichnung „Säuglings- und Kleinkinderkrankenschwester“ wird durch „Kinderkrankenschwester“ ersetzt und staatlich geschützt.

1965 Das 2. Krankenpflegegesetz der BRD tritt in Kraft. Demnach beträgt die Ausbildungsdauer 1200 Stunden Theorie verteilt auf 3 Jahre.

1980 Am 25. Februar erfolgt die Wahl zum Vorstand des Arbeitskreises der Kinderkrankenschwestern (AKK).Vorsitz: Christa Dietrich, Hannover; stellv. Vorsitz: Edda Behr, Hamburg; Schatzmeisterin: Frau Severin, Hannover; Schriftführerin: Sigrid Keichel, St. Augustin; Beirat: Emmi Fischer, Gifhorn, Karin Heuwen, Oldenburg, und Marianne Kettermann, Celle.

1982 Eintragung des AKK in das Vereinsregister. Vorsitz: Christa Dietrich; stellv. Vorsitz: Eleonore Seinsche.

1991 Aus dem AKK entsteht der Berufsverband für Kinderkrankenschwestern und Kinderkrankenpfleger e.V. (BKK) mit rund 1000 Mitgliedern. Vorsitz: Elisabeth Oltrogge; stellv. Vorsitz: Andreas Kray. Ausbau der berufspolitischen Kontakte auf allen Ebenen der Gesundheitspolitik sowie der Pädiatrie.

1994 Aufbau und Fortentwicklung der „Regionalen Arbeitskreise“ des BKK. Gründung eines Referates für Öffentlichkeitsarbeit. Mit der Publikation „Bildungskonzept Kinderkrankenpflege“ leistet der BKK einen wichtigen Beitrag zur berufspolitischen Diskussion um die Neuordnung der Ausbildung in Pflegeberufen. Er setzt sich für den Erhalt der eigenständigen Grundausbildung der Kinderkrankenpflege im Rahmen eines integrativen Ausbildungskonzeptes ein. Bei den Vorstandswahlen werden Andreas Kray als Vorsitzender und Elfriede Zoller als stellv. Vorsitzende gewählt.

1997 Der BKK wird zum „Sprachrohr“ aller Kinderkrankenschwestern und -pfleger in Deutschland. Die Berufspolitik des BKK wird bundesweit anerkannt. Die Sektionen „Ambulante Kinderkrankenpflege“ und „Neugeborenes und Familie“ werden ausgebaut

1998 Der BKK ist Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Pflegeorganisationen. Der Berufsverband veröffentlicht die "Zielsetzungen und Kompetenzsicherung in der Kinderkrankenpflege".

2000 Der BKK wird in den Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD) umbenannt. Die Zahl der Mitglieder steigt auf rund 2800. Um die länderspezifische Berufspolitik zu gestalten, werden Länderdelegierte benannt. Der BeKD übernimmt die Vizepräsidentschaft im Deutschen Pflegerat, vertreten durch den Vorsitzenden Andreas Kray und die stellv. Vorsitzenden Elfriede Zoller.

2002 Bei den Vorstandswahlen werden Andreas Kray im Amt des 1.Vorsitzenden und Elfriede Zoller als stellv. Vorsitzende bestätigt. Schatzmeisterin: Christa Wollstädter; Schriftführerin: Ulrika Gehrke; Beisitzerinnen: Edith Heyde, Birgit Pätzmann-Sietas, Hilde Huber, Celia Fischer und Gertrud Wild.

2003 4. Krankenpflegegesetz in Deutschland wird verabschiedet. Das Gesetz regelt eine integrative Grundausbildung und Erhaltung der eigenständigen Schwerpunkte in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege: Die eigenständige Berufsbezeichnung ist weiterhin gesetzlich geschützt. Sie lautet seit der Inkraftsetzung des Gesetzes im Jahr 2004: Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger.

2005 Andreas Kray tritt als BeKD-Vorsitzender zurück und tritt aus dem BeKD aus. Die stellvertretende Vorsitzende, Elfriede Zoller, übernimmt auf Beschluss des Vorstands bis zur Wahl eines neuen Vorstands die kommissarische Leitung.

2006 Die Neuwahlen erfolgen während der Mitgliederversammlung im September 2006; Vorsitzende: Elfriede Zoller, stellvertretende Vorsitzende Birgit Pätzmann-Sietas, Schatzmeisterin: Christa Wollstädter, Schriftführerin Ulrika Gehrke, Beisitzerinnen: Edith Heyde, Hilde Huber (Rücktritt 2007) Elke Becker, Hildegard Wewers, Simone di Piazza (Rücktritt 2007).

2007 Die Mitgliedsverbände des DPR, darunter der BeKD, stimmen der Forderung nach einer grundlegenden Ausbildungsreform in den Pflegeberufen in Deutschland zu. Der Beschluss beinhaltet die Beibehaltung der Spezialisierung in den Pflegeberufen während der Grundausbildung durch Schwerpunktsetzung analog der Handlungsfelder in der Pflege. Dies sollte sich z. B. im Diplom-Supplement des Bachelor in Nursing abbilden.

2008 Am 3. Juni findet in Berlin die Jubiläumsveranstaltung aus Anlass des 10-jährigen Bestehens des DPR statt. Der BeKD e. V. ehrt im September 2008 während der 30. Jahrestagung der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der 110-jährigen Jubiläumsveranstaltung der Kinderkrankenpflege in Deutschland, die Präsidentin des DPR, Marie-Luise Müller, mit der Antonie Zerwer-Ehrenmedaille.

2009 Um die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege im Bereich der Familiengesundheitspflege weiter zu qualifizieren, haben der BeKD und die „Interessengemeinschaft der Freiberuflichen und/oder präventiv tätigen Kinderkrankenschwestern“ einen Lehrplan für die Weiterbildung zur Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in entwickelt. Die ersten Weiterbildungskurse starten in der zweiten Jahreshälfte.

Kurz vor der Bundestagswahl verabschiedet der Bundestag eine Gesetzesänderung, mit der die Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung in der Krankenpflege für alle Hauptschulabsolventen geöffnet werden sollen. Der BeKD lehnt im Einklang mit dem DPR diese Gesetzesänderung ab und fordert eine grundlegende Reform der Pflegeausbildung.

2010 Im April findet die Auftaktveranstaltung zur Gründung der neuen Sektion „Kinderintensivpflege im Dialog“ in Göttingen statt. Während der Mitgliederversammlung im Herbst steht die Wahl von Vorsitz, Vorstand und Beisitzerinnen an.